Dienstag, 19. Mai 2015

„Slavnoje“ - Eine Familienlandsitzsiedlung auf dem Weg in ein glorreiches Dasein!

Geschrieben von Stefan Shin Veda.

Letztes Jahr habe ich einen Film gesehen, der mein Herz tief berührt hat. Einen Film über eine russische Siedlung namens Slavnoje, eine sogenannte Familienlandsitz-Siedlung.


Mehr als 150 Familien haben dort ihre Heimat gefunden, inmitten der schönen Felder der Tula Region, nur 120 km von Moskau entfernt. Jede Familie hat ihre eigene Geschichte, ihren eigenen Weg, aber alle haben eines gemeinsam: Die Menschen verschönern ihr Stück Land, um ihre Familienlandsitze zu erschaffen und zu einem natürlicheren, gesünderen, glücklicheren, reicheren und harmonischeren Leben zu finden. Dies wiederum trägt zum Wohle der Menschheit, von Mutter Erde und zum Wohle aller Mitgeschöpfe bei.

Der Film hat mir das Gefühl gegeben, dass das Paradies auf Erden tatsächlich realisierbar ist und dass es bereits realisiert wird durch die aktiven Hände und Herzen von diesen inspirierten und gutherzigen Menschen.

Schon jetzt versorgen sich die Siedler in Slavnoje zu 50-60 Prozent mit eigenen, natürlichen Lebensmitteln. Den Strom ernten sie von der Sonne und vom Wind. Erst kürzlich hat die Stadt sie auch an das Stromnetz angeschlossen. Alle Häuser sind ökologisch und mit viel Rücksicht auf Mutter Erde gebaut. In den letzten Jahren haben sie sogar eine eigene Schule in Slavnoje errichtet.

 

Für die Kinder ist die Siedlung das Paradies. Hier können sie in einer sicheren, sauberen und nährenden Nachbarschaft aufwachsen und sich entfalten. Überall um sich herum haben sie andere Kinder unterschiedlichsten Alters. Es hat mein Herz und meine Seele bewegt, diese glücklichen, freien und gesunden Kinder zu sehen. In so guten Umständen aufzuwachsen wäre wohl der Traum von allen Kindern.

Erst nachdem ich den Film einige Male gesehen hatte, begann ich zu realisieren, wie viel Bedeutung in diesem Film steckt. Dann wusste ich, dass ich diesen Film mit der Welt teilen muss, und so entschied ich mich, eine deutsche Version dieses einzigartigen Films zu kreieren.
Im April hatte ich die Möglichkeit, ein Interview mit dem Regisseur des Films zu führen. Sein Name ist Andrey Shadrov, und das Besondere ist, dass er selber mit seiner Familie in der Siedlung Slavnoje lebt.

Ein Bild von Regisseur Andrey und seiner Frau Tatjana.

Andrey, wann und wie wurde „Slavnoje“ gegründet?
Die Familienlandsitzsiedlung „Slavnoje“ wurde 2003 geboren. Eine Gruppe aus begeisterten und engagierten Pionieren hat damals zusammen mehr als 500 Hektar Land in Russlands Tula Region gekauft.

Wann seid ihr - du und deine Frau - dorthin gezogen?
Wir sind 2007 hier angekommen. Seit 2010 leben wir hier dauerhaft.

Kannst du dich, deine Famile und deinen Familienlandsitz vorstellen?
Wir sind Andrey, Tatiana und Luchecar. Ich bin 39 Jahre alt, meine Frau ist 30 Jahre und unser Sohn ist 3 Jahre alt. Unser Landsitz ist 1,5 ha groß und hat ein Haus, eine Sauna, Nebengebäude, einen kleinen Teich, einen Gemüse- und Obstgarten, einen Wald und auch einen Wintergarten. Als Haustiere haben wir derzeit nur Katzen und Hunde. Wir sind Vegetarier, trinken keinen Alkohol und rauchen auch nicht. Wir versuchen unsere Gedanken, Worte und Taten immer in Harmonie und Einklang miteinander zu bringen.

Was sind die Dinge, die dir am meisten am Leben in der Siedlung gefallen?
Ich mag es sehr, mit den Rhythmen der Natur zu leben. Außerdem genieße ich die frische Luft, das leckere, natürliche und gesunde Essen sowie die gute Nachbarschaft. Auch gefällt mir das Wiedererblühen und Revitalisieren der antiken Traditionen unserer Vorfahren.


Gibt es auch Schwierigkeiten bzw. Herausforderungen in der Siedlung?
Natürlich kommt es manchmal zu Schwierigkeiten. Das betrachten wir dann aber als Aufgabe, eine Lektion, die wir lösen müssen. Dann treffen wir eine Entscheidung und machen mit unserem Leben weiter. Eine der größten Herausforderungen ist, dauerhaft gegenseitiges Verständnis füreinander aufzubringen.


Welchen Ansatz bzw. welche Methode verwenden die BewohnerInnen in Slavnoje, um gegenseitiges Verständnis zwischen den Menschen zu erreichen?
Die Ansätze sind unterschiedlich und hängen individuell von dem jeweiligen Menschen ab, von seiner persönlichen Einstellung. Es gibt allgemeine Prinzipien in der Siedlung, denen wir alle zugestimmt haben, als wir hier Besitzer eines Familienlandsitzes geworden sind. Diese Prinzipien sind das Streben nach einem Leben in Harmonie mit der Natur und in Harmonie mit dem eigenen Gewissen. Wichtig ist auch, seine Vorfahren und sein Heimatland zu würdigen, gute Taten zu verrichten, das Land zu kultivieren und zu renaturieren. Das ist es, was die Siedler von uns bzw. wir voneinander wünschen.


Wie werden Entscheidungen getroffen, welche die Siedlung betreffen, z.b. das Errichten von Straßen, wo oder wie die Schule gebaut wird, usw.?
Die SiedlerInnen treffen strategische Entscheidungen für die Siedlung auf einem allgemeinen Treffen mit Hilfe einer Mehrheitsabstimmung. Zusätzlich haben wir einige andere Siedlungen, die uns beraten und einen Vorsitzenden unserer Siedlung, der von den BewohnerInnen gewählt wird.

150 Familien haben schon ein Land in Slavnoje. Möchtest du, dass die Siedlung weiter wächst?
Noch nicht alle der 150 Familien leben dauerhaft in der Siedlung. Viele leben und arbeiten noch in der Stadt und kommen hierher, um sich auf ihren Landsitzen zu erholen. Mein Traum ist, dass alle SiedlerInnen das ganze Jahr über in Slavnoje leben können!

Wie siehst du dich selbst und deine Familie in 10 Jahren?
Gesund, glücklich, liebend und geliebt! :)

Wie siehst du die Siedlung in 10 Jahren?
Ich sehe Slavnoje als eine zunehmend gedeihende, erblühende und wohlhabende Siedlung!

Wie kann man Siedler auf einem Familienlandsitz in Slavnoje werden? Welche Voraussetzungen muss man haben?
Es gibt zur Zeit keine freien Plätze in der Siedlung, und deshalb kann jemand nur Teil davon werden, wenn er dieses Land erbt, oder jemand aus der Siedlung zustimmt, sein Land bzw. einen Teil seines Landes an den neuen Siedler zu verkaufen. Und natürlich sollte der neue Siedler die allgemeinen Prinzipien bejahen und gewillt sein, auf dem Land ein gesundes Leben in Harmonie mit seinem Gewissen zu führen.


Wie verdienen die Menschen in Slavnoje ihr Geld? Welcher Arbeit gehen sie nach?
Die Antwort auf diese Frage wird in der kommenden Zeit sicherlich anders ausfallen. Derzeit gibt es nach wie vor viele Menschen, die in der Stadt arbeiten. Eine wachsende Anzahl von Menschen jedoch generiert ihr Einkommen bereits in der Siedlung. Mögliche Einkommensquellen in der Siedlung sind z.b. die Konstruktion von Gebäuden, Seifenproduktion, Bäckerei, Gärtnerei und das Erzeugen von verschiedenen landwirtschaftlichen Produkten. Der Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Meine Frau und ich sind neben unserer alltäglichen Arbeit auf unserem Land kreativ tätig. Wir machen Filme und geben Konzerte. Wir gehen mit unseren Liedern öfters auf Tournee, um unsere Botschaften und Visionen weiterzugeben, und die Herzen vieler weiterer Menschen zu öffnen.


Wie ich weiß wurden die SiedlerInnen von Slavnoje durch die Anastasía Bücher von Vladimir Megre inspiriert. Welche Bedeutung haben diese Bücher für die BewohnerInnen der Siedlung?
Für jeden bedeuten sie etwas anderes. Klar ist jedoch, dass es gerade wegen dieser Bücher ist, dass die Menschen diese Siedlung gegründet haben oder ihr beigetreten sind.


Hast du und deine Frau die Anastasía Bücher gelesen?
Ja, wir haben alle Bücher gelesen. Das hat uns dazu inspiriert, den ersten Schritt auf
eine große und interessante Reise unseres Lebens zu machen! Diese Bücher von Vladimir Megre haben mich inspiriert, viele schöne Lieder zu schreiben sowie Filme zu produzieren. Sie haben mir einen Schub an Licht und Güte gegeben und mir geholfen, vieles in meinem Leben zu verändern, schlechte Gewohnheiten aufzugeben und ein neues Leben zu beginnen.


Warum hast du den Film „Slavnoje“ gemacht?
Ich habe den Film gemacht, um die Menge der guten und freudvollen Energie in der Welt zu erhöhen. Das klingt jetzt etwas pathetisch, aber es ist so. Nach dem Ansehen des Films fühlen sich die meisten Zuseher inspiriert und sind voller positiver Gefühle, und das ist genau das, was ich bewirken wollte. Dasselbe wird mit unserer Mutter Erde geschehen. Wir stehen am Beginn einer neuen Ära, der Ära der gemeinsamen Schöpfung. Deshalb müssen Lieder und Filme Licht, Güte und Freude ausstrahlen!


Möchtest du ein paar Worte an dein Publikum in Deutschland, Österreich und der Schweiz richten?

Oh, sehr gerne. Liebe Brüder und Schwestern! Wir alle atmen dieselbe Luft. Wir alle stehen auf derselben Erde. Unsere Vorfahren waren ein gemeinsames Volk. Jetzt beginnt eine wachsende Anzahl von Menschen das zu realisieren und zu verstehen. Das Schicksal hat uns auf gegenüberliegende Teile des Kontinents verstreut. In unseren Seelen jedoch blieb das uns einende Licht des göttlichen Funkens erhalten. Es ist jetzt die Zeit für Schöpfung und für Wohlstand. Lasst uns zusammen arbeiten, um die neue Ära mit Liebe, Freude und guten Taten zu erfüllen. Die Welt wartet auf uns!

Danke für dieses Interview Andrey!

Danke ebenso! Gern geschehen!



Über Stefan Shin Veda:
Stefan Shin Veda ist Lebens- und Bewusstseinsforscher und Gründer von L.O.V.E. Productions. Er ist nebenbei Produzent der Filme Ein Neues Wir und Wasser statt Sprit.

Er arbeitet an der Verwirklichung seines Lebenstraumes: Einer freien, sich selbst versorgenden, kooperativen, im Einklang mit der Natur und den Tieren lebenden Menschheit auf ebensolchen freien Familienlandsitz-Siedlungen wie es Slavnoje schon heute ist.

Samstag, 3. Januar 2015

Mythos B12 - Wann ist das Spiel vorbei?


Das berüchtigte Vitamin B12, ein Thema mit dem fast jeder heutzutage konfrontiert wird – egal ob Omnivore, Vegetarier oder Veganer. Fast alle, so scheint es, werden von einem B12 Mangel bedroht. Die Folgen eines Vitamin B12 Mangels sollen verheerende, zum Teil irreversible Folgeschäden haben. Unter großer Angst stehend fühlen sich viele genötigt teure B12 Tests zu machen und ihr Geld in Spritzen oder Supplemente zu investieren.
Doch was hat es wirklich auf sich mit diesem von Bakterien produzierten B12, welches auch Cobalamin genannt wird?

Zahlreiche gegensätzliche Hypothesen

Vorweg sei gesagt, dass die ganze Sache mit dem Vitamin B12 gar nicht so klar ist, wie viele Experten, Mediziner oder Ernährungsberater behaupten. Es schwirren viele gegensätzliche Hypothesen und Studien herum und von wirklicher Wissenschaftlichkeit kann man bei dem ganzen Thema eigentlich schon längst nicht mehr sprechen. Aber gut, hier zunächst die essentiellen Punkte über den aktuellen Forschungsstand:

Vitamin B12(Cobalamin) wird von Mikroorganismen(Bakterien) produziert. Es gibt zwei Sorten von Cobalamin, nämlich Methylcobalamin und Cyancobalamin.
Methylcobalamin kommt in der Natur vor während Cyancobalamin synthetisch ist. Ersterem wird auch nachgesagt, daß es vom Körper besser aufgenommen werden kann. Darüber hinaus muss man zwischen sogenanntem biologisch aktivem B12 und so genannten "B12 Analoga" unterscheiden. Für den Körper sinnvoll sei nur biologisch aktives B12 und dieses sei angeblich nur in Tierprodukten(insbesondere in Innereien von Tieren) in ausreichender Menge vorhanden. Bis vor einigen Jahren galt Spirulina(Algen) als eine zuverlässige pflanzliche Quelle von Vitamin B12, doch kommt es darin anscheinend nur in einer Pseudoform vor, den eben genannten B12-Analoga. Diese, so behauptet man seien nicht nur wirkungslos, sondern sogar schädlich, weil sie die Aufnahme von biologisch aktivem B12 verhindern. (1)

Jedoch hat eine neue japanische Studie vom Sommer 2014 nun auch gezeigt, dass biologisch aktives B12 in rein pflanzlichen Lebensmitteln wie Nori und Pilzen doch in hohem und ausreichendem Maße zu finden sind. Bei dieser Studie wurde genau darauf geachtet dass es sich nicht um sogenannte B12-Analoga handelt, sondern um biologisch aktives Vitamin B12. (2)

Vitamin B12 soll für den Stoffwechsel eine entscheidende Rolle spielen. So sei es wichtig für die Blutbildung, das Zellwachstum und die Zellteilung, die Bildung von DNA und RNA, die Bildung der Hülle von Nervenfasern sowie den Abbau bzw. die Umwandlung der gefährlichen Aminosäure Homocystein.

Ein Vitamin B12-Mangel wird mit vielen angsteinflößenden Krankheiten und Symptomen in Verbindung gebracht. Darunter allen voran die perniziöse Anemie(Blutarmut). Auch Blässe, Schwäche, Müdigkeit, Darmschäden, fortschreitende Nervenzerstörung, Appetitlosigkeit, Durchfall, Entzündungen der Zunge und der Mundschleimhaut, Mundwinkelrhagaden, Reizbarkeit, depressive Verstimmungen, Gedächtnisstörungen, Demenz, Psychosen, Konzentrationsschwäche, Neuropathien, neurologische Ausfallerscheinungen mit Parästhesien(Ameisenlaufen) und Muskelparesen, Muskelschwäche und Gangstörungen. (3)

Wie man sieht ein ganzes Sammelbecken von Symptomen die man einem Vitamin B12 Mangel zuschreibt. Die genannten Symptome sind jedoch alles Symptome die genau so gut andere Ursachen haben könnten - so könnten diese oben genannten Symptome auch die Nebenwirkungen von Stress, Sorgen, einseitiger Ernährung, negativem Denken, zu wenig Schlaf, Elektrosmog, Belastung durch Abgase und Chemikalien und der gleichen sein.

Ursachen für Vitamin B12 Mangel

Ein Mangel liege meistens nicht wegen einer ungenügenden Vitamin B12 Zufuhr vor, sondern wegen einer Resorptionsstörung. Daher findet man einen Vitamin B12 Mangel sowohl bei Omnivoren, wie bei Vegetariern und Veganern. Dabei fehlt der sogenannte "Intrinsic Faktor" im Dünndarm(ein Eiweißmolekül), welches für die Aufnahme und Verwertung des Vitamin B12 erforderlich ist. (4)

B12 Tests – ein unzuverlässiger und teurer Spaß?

Normalerweise werden Vitamin B12 Tests nicht von den Krankenkassen übernommen.

Für die verschiedenen Testmöglichkeiten zahlt man je nach Art zwischen 20 und 60 Euro.

Die vegane Gesellschaft Österreich empfiehlt nicht nur den Standardtest(Blutserum) zu machen, da dieser Test nicht aussagekräftig sei und nicht zwischen B12 Analoga und biologisch aktivem B12 unterscheidet. Zusätzlich empfehlen sie zumindest auch auf Homocystein zu testen. Wenn es einen erhöhten Homocystein-Level gibt, dann könne man dadurch auf einen B12 Mangel schließen, weil das Vitamin B12 ja für die Umwandlung dieser gefährlichen Aminosäure notwendig sei. Wenn das Vitamin B12 also nicht ausreichend vorhanden sei, so gäbe es einen erhöhten Homocystein-Level, so die Schlussfolgerung. (5)

Behandlung und Maßnahmen

Der Konsum von Tierprodukten oder angereicherten Produkten hat sich meist als unzuverlässig herausgestellt.(fehlender Intrinsic Faktor)

Daher empfehlen viele Ärzte B12 Spritzen/Injektionen als Anfangstherapie, um eine ausreichende und schnelle Versorgung zu garantieren, obwohl auch die orale Einnahme von B12 langfristig zu guten Ergebnissen zu führen scheint. (6)

Wie man sich denken kann ist die Sache um Vitamin B12 zu einem richtig guten Geschäft für die Labore(Tests), Ärzte(Spritzen) und Nahrungsergänzungsproduzenten(Tabletten und Präparate) geworden. Ja, inzwischen gibt es sogar schon sogenannte "Shotnurses", die anbieten zweiwöchentlich zu dir nach Hause zu kommen um dir eine B12 Spritze zu injizieren! Jede 5te Spritze soll dabei gratis sein! (7) Um so mehr ist davon auszugehen, dass sich die Vitamin B12 Hypothese noch länger halten wird, zumal bestimmte Interessensgruppen ihre (finanziellen) Vorteile daraus ziehen. Obendrein die Fleischindustrie, die dadurch ein Hauptargument gegen vegane Ernährung sieht bzw. ein Haupt-Argument für den Verzehr von Fleischprodukten, inbesondere den Innereien von Tieren.

Offene Fragen und Schlussfolgerung zu Vitamin B12

Der Mensch ist anatomisch gesehen klar ein Pflanzenfresser/Frugivore. (8)

Man nimmt an, dass Pflanzenfresser den Hauptteil ihres Bedarfes über eine Symbiose mit Mikroorganismen ihrer Darmflora decken. Auch beim Menschen kommen Mikroorganismen im Darm vor, die Vitamin B12 produzieren. Allerdings erfolgt die Synthese vor allem im Dickdarm, während die Absorption nur im terminalen Ileum, also kurz vor dem Dickdarm erfolgen kann. Daher wird das im menschlichen Dickdarm gebildete Vitamin B12 ungenutzt ausgeschieden. (9)

Ist das nicht seltsam? Kann es denn wirklich sein, dass unser Organismus so perfekt aufgebaut ist, aber Mutter Natur da so einen komischen Fehler gemacht hat?

Natürlich nicht. Das wäre nicht logisch. Viel logischer ist es, dass der Mensch wieder mal falsche Interpretationen von biologischen Prozessen und Erscheinungen gemacht hat.

Vitamin B12 wird von körpereigenen Bakterien selbst hergestellt. Diese befinden sich von unserem Mundraum bis hinunter zu den Gedärmen. (10)
Unser Körper hat die Fähigkeit die Vitamine und Stoffe die er braucht selbst herzustellen in dem er pflanzliche Stoffe synthetisiert, also in jene Stoffe umwandelt die er braucht. Das ist bei Vitamin D so, bei Omega3 und auch bei Eiweiß.(11) Vitamin B12 ist da sicher keine Ausnahme.

B12 wird viel wahrscheinlicher genau in der Menge aufgenommen wie es vom Körper gewollt ist. Ob ein Mangel vorhanden ist, kann meiner Logik nach gar nicht feststellbar sein. Das ist reine Interpretationssache. Unser Körper ist zu komplex um bestimmte Symptome einfach nur durch das Fehlen einer ausreichenden Menge von einem bestimmten Vitamin oder einem bestimmten Coenzym zu erklären!

In unseren Fäkalien findet sich ja eine große Anzahl an Vitamin B12. Diese werden vom Körper wohl nicht benötigt und werden ausgeschieden. Wenn er sie brauchen würde, dann würde er sie auch sicher aufnehmen, ich denke wir können unserem Körper diese Intelligenz zugestehen! In jeder einzelnen Sekunde produziert unser Körper 5 Millionen(!) neue Zellen. Und er besteht aus mehreren Trillionen von Zellen und aus einer unvorstellbar großen Anzahl von Atomen. Und ausgerechnet so eine Intelligenz die es vermag diese Abermillionen, ja Trillionen von Zellen zu koordinieren soll es nicht vermögen ein Teilchen namens Cobalamin aufzunehmen, obwohl es so dringend gebraucht würde und obwohl es vom Rachenraum bis zum Darm in großer Menge vorhanden ist!?

Der Vitamin-B12-Mangel als Theorie

Das es einen sogenannten "Vitamin B12-Mangel" gibt ist vielmehr eine Theorie bzw. reine Interpretation von nicht verstandenen Zusammenhängen.
"Vitamin B12-Mangel" hat wenig mit Ernährung zu tun, denn viel logischer ist es, dass der Vitamin B12-Level selbst vom Körper bestimmt wird.
Omnivoren sind genau so von einem "Mangel bedroht", wie Veganer.
Auch Menschen die viel rohes Fleisch und Wurstwaren über Jahre hinweg essen, können einen "Mangel" haben. (12) Aber da gibt es natürlich schon die nächste Theorie parat, nämlich dass dieser schon oben erwähnte "Instrinsic Faktor" fehlt und das B12 daher nicht aufgenommen werden kann. Doch wieder ist das reine Spekulation und Interpretation. Genau so könnte ich diese Beobachtung anders interpretieren, nämlich dass der Körper bewusst keinen "Instrinsic Faktor" produziert weil er bewusst nicht soviel B12 braucht im Moment in diesem Stadium, in dieser Situation, etc...

Dass ein "Vitamin B12-Mangel" die Ursache für Anämie und andere Nervenkrankheiten ist, ist ebenso eine Interpretation von Beobachtungen und ist eine nicht beweisbare Vermutung. Laut Beobachtungen gibt es ja auch sowas wie "Metastasen", die in Wirklichkeit aber keine Ausbreitung des Krebses sind(das ist eben nur eine Interpretation, beruhend auf dem entsprechenden schulmedizinischen Weltbild). In Wirklichkeit sind Metastasen die Entstehung von neuen Krebsen, welche durch neue unerwartete Konflikte in Erscheinung gerufen werden. (13) Seit ich die 5 biologischen Naturgesetze kenne ist es für mich viel naheliegender, dass unser Körper selbst bestimmt, wieviel er von welchen Stoffen produziert.

Die B12-Injektionen erwecken den Anschein, dass sie funktionieren, da sie dem Körper eine völlig unnatürliche, extrem hohe Dosis an B12 aufzwingen. Diese ist dann natürlich auch im Blut meßbar und es scheint dass nun wieder alles der "Norm" entspricht. Dem Körper bringt das jedoch in Wirklichkeit nichts. Neben einem leichteren Geldbeutel ist das einzig gute an der Injektion wohl der Placebo Effekt der sich heilbringend auswirken kann. Spritzen haben aufgrund ihrer unangenehmen Erscheinung schon immer einen starken Placebo Effekt aufweisen können. (14) Fraglich ist natürlich außerdem, wie diese Injektionen und diverse Supplemente produziert werden. So findet man nur in konventionellen Produkten eine Anreicherung mit Vitamin B12 und in Bio-Produkten in der Regel nicht, weil bei der Produktion von Vitamin B12 fast immer gentechnisch veränderte Mikroorganismen verwendet werden. Diese sind daher für Bio-Produkte natürlich nicht zulässig. (15)

Ich lebe seit Januar 2008 rein vegan, zeitweise roh-vegan und es geht mir hervorragend! Dabei habe ich nie Supplemente genommen und habe selten Sojaprodukte konsumiert, welche mit B12 angereichert sein könnten. Gleichzeitig war ich schon seit Jahren bei keinem Arzt, ich werde nicht mehr krank und wenn ich mal ein Problemchen hatte, dann habe ich das immer selbst lösen können! ;-) Einen B12 Test werde ich nicht machen, wozu auch? Was würde mir dieser schon bringen... Dafür müsste ich an die bestehenden Hypothesen bzgl. Vitamin B12 glauben. Doch dazu müsste es erstmal wirklich wissenschaftlich sein und nicht eine Ansammlung von sich widersprechenden Hypothesen und vagen Interpretationen. Die Wissenschaft von heute ist leider in Wirklichkeit eine Glaubenschaft geworden, wo die Erkenntnis von HEUTE der Irrtum von MORGEN ist.

Der 63 jährige Storm Talifero lebt seit 45 Jahren roh-vegan, ohne irgendwelche Supplemente. Ob er nun bei einem Test(den er glaub ich sowieso nicht machen würde) nun einen zu "hohen" oder zu "niedrigen" B12 Gehalt aufweisen würde wäre doch völlig egal, da er absolut fit, stark und gesund ist. (16)
Kein Tier in der Natur kümmert sich um diese Details... nur der Mensch... Der "Teufel" steckt im Detail heißt es- wie wahr dieses Zitat doch ist!
Dieses Suchen von Details und alles "auseinandernehmen wollen" bringt den Menschen in seine eigene "Hölle".
Dabei könnte alles so schön sein.

Irgendwann wird man auf die Vitamin B12 Geschichte zurückschauen und sich denken: Mein Gott, wie konnten wir Menschen solche verrückten Thesen erfinden und dabei soviel Angst und Schrecken verbreiten. Die Natur ist doch so viel perfekter als wir gedacht haben...

Meiner Erfahrung nach kommt durch angstbasierte Entscheidungen nichts Gutes zustande.

Daher wünsche ich dir einen ruhigen Geist, der dem Phänomen der Angstschürung standhaft trotzt und in Frieden, Vertrauen, Liebe und Sicherheit wurzelt!

Das Leben ist GUT! Vertraue Ihm!

Ps: Wenn du bzgl. Vitamib B12 "auf Nummer sicher" gehen willst, kannst du ja ein veganes Vitamin B12 Präparat zu dir nehmen, oder regelmäßig japanische Nori mit dem nachweislich bioaktivem B12 konsumieren - wobei das mit Fukushima im Hintergrund wieder fragwürdig ist. Und natürlich kann man auch, wenn die Möglichkeit besteht ungewaschenes Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten zu sich nehmen. Das alles würde nach gängiger Meinung jedoch bei fehlendem "Intrinsic Faktor" keinen Erfolg versprechen, somit wäre es erforderlich, dass man seinen Darm in Ordnung bringt, so dass dieser für das Vitamin B12 aufnahmefähig wird.

Quellen:

(1) Watanabe F, Takenaka S, Kittaka-Katsura H, Ebara S, Miyamoto E. Characterization and bioavailability of vitamin B12-compounds from edible algae. J Nutr Sci Vitaminol (Tokyo). 2002 Oct; 48(5):325-31

(2)    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4042564/

(3)    http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Vitamin_B12_Mangel

(4)   http://www.buetzer.info/fileadmin/pb/pdf-Dateien/Vitamin%20B12.pdf

(5)    http://vegan.at

(6)    http://www.vitaminb12.de/spritze-injektion/

(7)    http://www.shotnurse.com/Vitaminb12.php

(8)    Schatalova,Galina-Wir_fressen_uns_zu_Tode(2002,224S.)

(9)    http://www.bfr.bund.de/cm/238/verwendung_von_vitaminen_in_lebensmitteln.pdf

(10)    Albert MJ, Mathan VI, Baker SJ. Vitamin B12 synthesis by human small intestinal bacteria. Nature. 1980 Feb 21;283(5749);781-2.

(11)    Dr. Ralph Bircher – Geheimarchiv der Ernährungslehre, S.40-44, Bircher-Brenner Verlag, Bad Homburg, 11 Aufl.(2007)

(12)    American Journal of Clinical Nutrition (Bd. 74, S. 157)

(13)    Die 5 biologischen Naturgesetze- Die Dokumentation, ganzer Film kostenfrei auf http://www.loveproductions.org/deutsch/shop/#!/Die-5-Biologischen-Naturgesetze-Die-Dokumentation-DVD/p/33282684/category=6285830

(14)    http://www.nicht-erschienen.de/Placebo.html

(15)    http://www.transgen.de/lebensmittel/einkauf/1073.doku.html

(16)    http://rawveganwarrior.com/

Samstag, 1. November 2014

Der Traum von einer veganen Menschheit

Heute am Weltvegantag halte ich inne und bin dankbar für die zunehmende Anzahl an bewusst konsumierenden Mitmenschen. So schnell ist die vegane Bewegung noch nie gewachsen und es macht zuversichtlich, dass wir in den kommenden Jahren viel bewirken können. Allein von 2009 bis 2011 hat sich die die Anzahl der vegan und vegetarisch lebenden Menschen in westlichen Ländern verdoppelt! (The Vegetarian Resource Group 2011)

Gleichzeitig ist der Fleisch, Milch und Eikonsum weltweit gesehen so hoch wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Das liegt vor allem an den wirtschaftlich stark gewachsenen Ländern wie China und Indien. Dort ist der Konsum von diesen Produkten stark gestiegen, zum Leide von unzähligen Tieren und von Mutter Erde. Jährlich werden allein in Deutschland 750 Millionen Tiere geschlachtet, für Fleisch, Milch und Eier. Weltweit gesehen sind es um die 60 Milliarden Tiere pro Jahr. Ein Blutbad von unvorstellbarer Größe. Diese Zahlen sind so unfassbar groß, dass der Verstand es gar nicht oder kaum fassen kann. Und natürlich kann das nicht ohne (Rück)Wirkung auf uns Menschen bleiben.

Auf der einen Seite haben wir also mehr VeganerInnen, auf der anderen Seite aber auch einen erhöhten Fleischkonsum in den aufgestiegenen Schwellenländern. Doch mit dem Finger zeigen bringt nichts.

Denken wir daran:

Es sind wir im Westen, welche diesen Ländern und Menschen diese schlechten Vorbilder vorgelebt haben und es noch immer großteils tun! Traditionell wurde in diesen Ländern sehr wenig Fleisch gegessen, doch das westliche Ideal von BurgerKing und Co., hat sich in viele Köpfe gebrannt. Die Mehrzahl der Leute strebt nach dem westlichen Leitbild und da gehört das tägliche Fleisch mit dazu.

Wir im Westen haben jahrzehntelang ein Weltbild vorgelebt, welches alles andere als Ahimsa(Gewaltlosigkeit) ist. Das wirkt leider noch nach, doch es liegt jetzt an uns neue, kraftvollere Leitbilder ins Bewusstsein der Menschen zu installieren.

Vegan ist nicht nur ethisch gesehen die beste Wahl, sondern auch gesundheitlich und macht innerlich und äußerlich schön! (siehe Film unten)

Mein Herzensanliegen in diesem Leben ist, dass alle Lebewesen und alle Menschen auf dieser schönen Erde in Frieden, Glück und Freiheit leben können! Das ist das natürliche Geburtsrecht eines jeden atmenden Geschöpfs und da werden mir wahrscheinlich viele zustimmen.

Eine vegane Lebensweise ist einer der größten Schritte die man als Individiuum tun kann. Es ist vor allem einer der einfachsten Schritte, mit dem wir durch einen minimalen Aufwand (Informationen einholen, Essens und Konsumgewohnheiten umstellen,..) eine maximale positive Wirkung erzielen, für die eigene (ganzheitliche) Gesundheit, für die Mitgeschöpfe und für Mutter Erde, und das täglich! Wenn du an Karma glaubst kannst du dich darauf verlassen, dass regelmäßig ein guter Bonus auf dein Konto eingezahlt wird! ;-) Wenn du nicht an Karma glaubst, so denke einfach an das simple Prinzip "Wie man sät, so wird man auch ernten". Säst du also Liebe, Freiheit, Wohlwollen und Mitgefühl und bringst dies durch einen veganen Lebensstil zum Ausdruck, so wirst du auch entsprechende Ergebnisse ernten.

Ich hoffe, dass du, der du diese Zeilen liest dazu beiträgst, dass mein Herzenswunsch von einer Ahimsa praktizierenden Gesellschaft in Erfüllung geht. Ja, ich bitte dich sogar darum, denn ich brauche DICH damit sich mein Traum von einer veganen Menschheit verwirklichen kann. Jeder Mensch, der seine Ernährung und Lebensweise ändert macht einen Unterschied. DU machst einen Unterschied! Durch deine täglichen Essensentscheidungen wählst du Gewalt, Ausbeutung und Mord, oder aber Liebe, Frieden und Freiheit.

Die Entscheidung liegt bei dir! Ein schönes Video was ich dir zum heutigen Weltvegantag empfehlen kann, wo wir von L.O.V.E. Productions mitgewirkt haben, ist der 10 minütige Informationsfilm "A Life Connected", welcher sehr schön die verschiedenen Aspekte unserer Ernährung und deren umfassenden Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt aufzeigt! Er eignet sich auch gut zum Teilen!

Ich wünsche dir einen fröhlichen, sowie erkenntnisreichen Weltvegantag!

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Über Sinn und Unsinn von Krankenversicherungen

Geschrieben von Stefan Shin Vedis

Vorweg: Dieser Artikel stellt nur meine persönliche Meinung dar. Jeder ist frei, sich für oder gegen eine Versicherung zu entscheiden. Jeder Mensch ist einzigartig, und daher gibt es viele unterschiedliche Situationen und Bedürfnisse. Bitte dies zu bedenken!

Für Vana und mich ist es inzwischen völlig natürlich, ohne Versicherung zu leben. Seit Jahren leben wir versicherungsfrei und ersparen uns dadurch viel Geld.

Kurt Tepperwein, einer meiner Lehrer, sagt, dass er mit 30 Jahren alle Versicherungen gekündigt hat, weil er erkannte, dass alle Krankheiten, Unfälle und Mängel Botschaften des Lebens an uns sind, etwas zu verändern. Niemals geschieht etwas so Wichtiges zufällig! Er hat damals einfach beschlossen, nie wieder krank zu werden oder Unfälle zu haben, indem er auf die Botschaften des Lebens achtet. Das hat mich, als ich das vor 8 Jahren in Graz von ihm gehört habe, sehr inspiriert und seitdem tue ich es ihm gleich und lebe ohne Versicherung.

Vor ein paar Tagen bin ich innerlich erschrocken, als ich von einer Reisenden erfuhr, dass sie monatlich 400 Euro an Versicherung bezahle. Soviel zahlen wir nämlich derzeit für eine ganze Monatsmiete inkl. Internet, Strom, Gas u. Wasser in einer abgelegenen Ferienwohnung in Österreich.

Man stelle sich vor, Vana und ich hätten auf unserer Weltreise in den letzten 6 Jahren beide jeweils 400 Euro Versicherung bezahlt. Wir hätten sage und schreibe 57.600 Euro bezahlt. Also ein kleines Vermögen. Aber das haben wir zum Glück nicht, da wir dem Leben vertrauen und uns logische Gedanken zum Thema gemacht haben.

Warum brauchen wir also keine Kranken-Versicherung?

Wir gehen seit Jahren nicht mehr zum Arzt, da dies für uns nicht erforderlich ist und alles andere als sinnvoll erscheint. (Vegane Lebensweise und das Verständnis über die "5 Biologischen Naturgesetze" tun das ihrige)

gesetzliche Kranken-Versicherungen zahlen sowieso nur die (Behandlungs)Methoden, die man als bewusster Mensch ablehnt. So werden z.b. bei Zahnärzten nur die billigen, giftigen Amalgam-Plomben(Quecksilber!!) bezahlt, nicht jedoch die hochwertigen Füllungen.

Selbst wenn wir eine sogenannte schwere Krankheit wie Krebs hätten, würden wir keine schulmedizinische Hilfe in Anpruch nehmen, sondern würden uns der Ursache(5BN) entsprechend selber heilen. (Fasten, Saft-Kur, Ortswechsel, Musik, Meditation, etc.)

Bleibt noch die Frage der Unfallversicherung.

Wenn ich eine Versicherung wählen müsste, dann würde ich eine Unfallversicherung wählen – warum?

Diese sehe ich differenzierter, weil die Unfallchirurgie, im Gegensatz zur Allopathie, tatsächlich die Ursachen kennt und entsprechend zielgerichtet be-handeln kann! Wenn du jetzt z.B. stürzt und dir dabei einen Knochen in der Hand brichst, dann ist die Ursache klar und dementsprechend kann leicht behandelt werden, in diesem Fall wird der Knochen geschient, sodass er wieder gut zusammenwachsen kann. Heilen tut sich aber wieder der Körper selber, doch da man die Ursache kennt, kann man, im Gegensatz zur Allopathie, logisch und sinnvoll die Heilung des Körpers unterstützend handeln!

Dennoch, wenn man bedenkt wie gering die Wahrscheinlichkeit bei einer adäquaten Lebensführung ist, dass man Unfälle hat, die hohe Kosten verursachen, dann lohnt sich die Investition in eine Versicherung überhaupt nicht.

Ich habe dies bei den Pans erlebt, eine Großfamiliengemeinschaft von ca. 40 Menschen im Waldviertel. Niemand ist von Ihnen versichert. Über die Jahre haben sie sich dadurch Millionen erspart! Selbst wenn einer aus der Gemeinschaft teure Operationen in Anspruch hätte nehmen müssen, hätten sie das leicht durch das erstparte Geld bezahlen können.

Vana und ich haben also weder Unfall- noch Krankenversicherung und ja, wir sind verantwortungsvolle Menschen!

Würden wir nun einen festen Wohnsitz haben und nicht auf Reise sein, so würden wir uns wahrscheinlich in einem örtlichen Solidar-Freundeskreis(Artabana-mäßig) zusammentun und uns so versichern. Damit würden sich die Versicherungskosten auf einem realen Niveau einpendeln und jeder wäre motiviert, gesund und glücklich zu leben, weil das gut für alle ist, und das überschüssige Geld wieder an die Mitglieder der Solidargemeinschaft z.B. einmal jährlich ausbezahlt werden kann.

Da wir aber derzeit nicht sesshaft sind und immer nur für einige Wochen an einem bestimmten Ort verweilen, pflegen wir unsere innere und geistige Balance, sodass wir gesund und unfallfrei leben.

Sollten wir tatsächlich ärztliche Hilfe, z.B. einen Zahnarzt, in Anspruch nehmen, so bezahlen wir diesen gerne in bar, in dem Wissen, dass wir dennoch viel günstiger kommen als wenn wir monatlich viele hundert Euro für Versicherung bezahlen müssten.

Ja, wir leben sehr gut ohne Versicherung, denn unsere wirkliche Versicherung ist das Vertrauen in Gott, dem Leben und in uns selbst! ;-)

Montag, 29. September 2014

Bis zum Ozean

Die folgende berührende Geschichte entstammt dem Band KATZENGRÄSER von Dietmar Koschier (Resistenz-Verlag 2014). Mit Genehmigung des Autors hat Stefan Shin Veda mit ihm das letzte Drittel des Textes überarbeitet, um eine positive Botschaft der Geschichte zu bekräftigen.

Wenn das Atmen dermaßen schwerfällt, geht es zu Ende; Ausreden oder Beschwichtigungen wären fehl am Platze. Die Angehörigen stehen ums Bett herum, legen angemessene Trauer an den Tag und sprechen einander Mut zu. Aber ihre ‚Wird schon wieder!’-Parolen wirken plump und sind leicht zu durchschauen - für ihn naht die Sterbestunde! Und ob sie insgeheim nicht doch auch froh sind? Froh, von einem gewalttätigen und jähzornigen Familientyrannen loszukommen?

Er hat sich und Andere nie geschont. Jede Arbeit musste rasch und exakt verrichtet werden, sonst setzte es ein fürchterliches Donnerwetter. Zu tun gab es stets genug, die Arbeit ruhte nie. Unnachsichtig peitschte er alle voran. Nie hat er hinterfragt, ob sich das alles noch lohnt. Dass Menschen, die ihm nahestanden, darunter litten, schien ein annehmbarer Preis zu sein solange nur die Arbeit erledigt wurde. „Das Leben ist kein Zuckerschlecken!“ hat er immer gemeint. „Es zählt was du hast und was du bist“, stellte er fest, „keine Flausen und Träumereien!“ „So ist das Leben“, hat er gedacht, und alle mussten nach seiner Pfeife tanzen.

Seine Ehefrau wäre fast daran zugrunde gegangen. Ihr blieb jeder Wunsch versagt, für ihre Bedürfnisse reichten die Mittel nie aus. Tag für Tag war sie einer Atmosphäre herzloser Kalkulation ausgesetzt, erlebte Ablehnung am laufenden Band, sowohl als Mensch als auch als Frau. Sie erfüllte ihren Zweck als Arbeitskraft, darüber hinaus wurde sie kaum ernstgenommen. Wie es ihr geht, danach hat sich nie jemand erkundigt, ihren Anliegen wurde niemals Beachtung geschenkt. Dass sie Besseres verdient gehabt hätte, gesteht er sich jetzt erst ein, angesichts des nahenden Todes empfindet er Rührung wie noch selten. So gerne hätte sie beispielsweise das Meer gesehen. Davon hat sie immer geschwärmt: Algarve, Estremadura, Costa da Morte, Costa del Sol,… In drei Jahrzehnten haben sie es jedoch nur zu drei Busreisen gebracht. Jeweils für ein paar Tage, Ausflüge in die Grenzregion. Die Arbeit fuhr stets mit im Hinterkopf. Dass all die Jahre sie ihm jene Stütze war, auf der er sein Lebenswerk aufbauen konnte, wird ihm erst jetzt schmerzhaft bewusst. Erst am Sterbebett ist er in der Lage, ihr jene Wertschätzung entgegenzubringen, nach der sie sich ein Eheleben lang vergeblich gesehnt hat. Überwältigt von solch ungewohnten Gefühlen, als er, wenn schon nicht Liebe, so doch Zuneigung empfinden kann für jene Frau, mit der er sein Leben verbracht hat, fühlt er immense Reue. Alles was er ihr jemals angetan und zugemutet hat, will er wieder gutmachen, will mit einem Mal alles ungeschehen sein lassen. In Gedanken schließt er sie nun in seine Arme, so sanft und zärtlich wie er es tatsächlich kein einziges Mal getan hat. Abertausend Entschuldigungen und Bitten um Vergebung flüstert er ihr ins Ohr und versteigt sich sogar zu tränenreichen Liebesschwüren… Doch in Wirklichkeit nimmt das verhärmte Antlitz seiner Frau bloß ein paar kraftlose Bewegungen seiner ausgedünnten Arme wahr und aus seinem Mund fallen verstümmelte Phrasen.

Er ist voller Trauer weil er einsieht, dass er seine Frau nicht mehr erreichen kann, aber selbst diese Trauer kann er nicht mehr zum Ausdruck bringen. Seine Gedanken schweifen ab zu seinen Töchtern. Den beiden wurde ebenfalls jede Anerkennung verweigert. Stattdessen setzte er ihnen Zurechtweisungen und Maßregeln vor, davon reichlich. Nichts schien gut genug in den Augen des strengen Vaters. Selbst Erfolge kamen nicht ohne unterschwelligen Tadel davon – „Das hätte besser gehen können!“ Jedes Bedürfnis nach Zuwendung wurde von Kindheit an grob abgeblockt. Schlechtes Gewissen blieb für sie übrig. So sind sie herangewachsen ohne große Selbstachtung, ohne Ermutigung, zurechtgestutzt zu Mauerblümchen. „Und das Schlimmste“, denkt er nun und müsste tief schlucken wenn er es noch könnte, „sie haben nun ebensolche Ehemänner wie ich einer war!“ und das bricht ihm schier das Herz. Er sieht seine Töchter, seine Fixsterne, in einem anderen Licht, aber mittlerweile fehlt ihm die Fähigkeit, sich ihnen verständlich zu machen. Und so pressen seine Töchter manche Träne hervor, geben sich bedrückt und klamm am Sterbebett ihres Vaters, doch in ihrem Herzen berührt sie sein Sterben kaum.

Aufgrund dieser Einsicht von großem Bedauern erfüllt, von Enttäuschung und Kränkung – er muss einsehen, dass ihm eine letzte Versöhnung mit seinen Töchtern versagt bleiben wird - kommt ihm sein Sohn in den Sinn. Der Gedanke an diesen tröstet ihn ein wenig in seiner völligen Hilflosigkeit. Zwar sieht er seinen Sohn jetzt nicht im Kreis der Umstehenden, denn auch sein Augenlicht hat in den vergangenen Minuten rapide abgenommen, hat sich getrübt als läge ein Schleier auf seinen Augen, doch wird er bestimmt darunter sein.

Sein Sohn, mit dem es so viele Sträuße auszufechten galt. Kampfbereit hatten sie einander umschlichen. Der Vorkriegszustand war permanent und mehr als einmal waren sie zornerfüllt aufeinander gekracht, sodass jeder im Haus ein baldiges Unglück befürchtete. „Diese Schlampe bringst du mir nichts ins Haus!“ hat er als Vater gebrüllt und mit seiner Faust nicht bloß auf den Tisch geschlagen. Die Rebellion dauerte lange an und nahm viele Kraftreserven in Anspruch. Mit der ganzen Macht und Gewalt eines Älteren ist es ihm dennoch gelungen, vom Sohn Gehorsam abzupressen. Er hat ihn schließlich doch unterjocht, hat ihn an Haus und Hof gebunden wie einen jungen Ochsen. Mit Drohungen und Verwünschungen hat er ihm zugesetzt, bis sein Sohn Vernunft annahm. Auch wenn weiterhin Wachsamkeit und Heimtücke des Vaters vonnöten war, hat sich sein Sohn gefügt und mitgeholfen, Betrieb und Haushalt in Schwung zu halten, obgleich er den Vater sicher nicht geliebt hat. „Du bist ein braver Sohn, ein guter Sohn. Ich bin stolz auf dich. Verzeih mir all meine Fehler“, möchte er ihm sagen, aber schafft es nicht einmal, seine Lippen zu öffnen.

Er hat als Mensch, als Freund, als Ehemann und Vater versagt, gesteht er sich ein, nicht jedoch als Geschäftsmann. Er hat Ansehen in der Gesellschaft erworben. Sein Wort galt etwas. Er hat seinen Besitz vermehrt und vergrößert, sodass seine Nachkommen davon noch zehren werden. Zumindest das hat er nicht falsch gemacht, selbst wenn er sehr bald Abschied nehmen muss von all dem, was er mit eigener Hände Arbeit erschaffen hat: die Gärten, die Stallungen, die Zucht, die Felder, das Haus. Nie wieder wird er einen Fuß an diese Orte setzen, nie wieder dort ein Werkzeug zur Hand nehmen, nie wieder jemanden zur Arbeit rufen. Er sieht seinen gesamten Besitz in all dessen Pracht vor sich dastehen und fühlt plötzlich wie sinnlos und trostlos all diese materielle Anhäufung ist. Könnte er auch nur noch einen einzigen zusätzlichen Tag mit seiner Familie verbringen, er hätte auf der Stelle alles aufgegeben, sich von seinem gesamten Besitz verabschiedet und ihn eingelöst für einen echten Moment der Liebe und Verbundenheit zu seiner Frau und den Kindern.

Ein leiser Seufzer, kaum mehr als ein Hauch, weht von seinen Lippen. Danach wird es ruhig. Sein Kopf fällt zur Seite und sein ersterbendes Augenlicht erhellt sich ein allerletztes Mal um einen Blick einzufangen, durch das Fenster auf die saftig grünen Wiesen und den sonnenhellen Tag dahinter. Mit absoluter Gewissheit fühlte er in allen Zellen seines Körpers, auf allen Ebenen seines Seins, dass er mit seiner Familie und seinen Freunden dereinst wieder vereint sein würde. Er wusste nicht wann dies geschehen würde, er wusste nicht wie sich dies vollziehen würde, aber er wusste mit absoluter intuitiver Sicherheit, dass es so sein werde. Und dass er dann jener Vater, jener Ehemann, jener Freund und Ratgeber sein würde, der er zu Lebzeiten bereits hätte sein können, hätte er seine besten Anlagen verwirklicht. Er bekam eine zweite Chance. Dann wollte er alles besser machen, schwor er sich mit ganzer Kraft seines letzten Gedankens.

Unmittelbar vor seinem allerletzten Atemzug, bevor er sein Selbst an die lichte Ewigkeit übergeben muss, erfasst ihn ein tiefer, nie zuvor gekannter innerer Friede, und seine Seele schwelgt in Leichtigkeit und anhaltender Freude. Die Erkenntnis, dass sein Leben von himmlischem Segen begleitet war und nur er selbst derjenige gewesen ist, der sich den Weg zu Lebensfreude und Glück verbaut hat, erfüllt ihn mit grandioser Erleichterung. Das Leben war Liebe und Gnade, er hatte es bloß die ganzen Jahre nicht bemerkt, obwohl es mittlerweile so offensichtlich schien. Als sein Engel ihn abholt, ist sein ganzes Sein reine Dankbarkeit und Liebe…

Dienstag, 8. Juli 2014

Peace Pilgrim – eine Friedens-Pilgerin deren Weg die Herzen der Menschen berührt



“Wenn ihr realisieren würdet wie machtvoll eure Gedanken sind, würdet ihr niemals negative Gedanken denken.” ― Peace Pilgrim

von Stefan Shin Vedis

Durch meine Frau bin ich vor einigen Wochen auf Peace Pilgrim (zu Deutsch: Friedens-Pilgerin) gekommen! Ganz begeistert war sie davon, so dass auch ich es mir angesehen und letztendlich gelesen habe! Auf der Website ist das Buch frei in verschiedenen Sprachen(u.a. in Deutsch) als Download verfügbar. Eine gedruckte Version auf Deutsch kann hier bestellt werden.

Peace Pilgrim ist eine Frau die in Nordamerika gelebt und gewirkt hat. Ihr genauer Geburtstag ist unbekannt, weil sie diesen nicht preisgegeben hat, ebenso ihr amtlicher Name. Am 1. Januar 1953 startete sie ihre Pilger-Wanderung für den Frieden. Ganze 30 Jahre hat ihre Pilgerreise gedauert. Mehr als 40.000 Kilometer ist sie gewandert, durch die Vereinigten Staaten und durch Kanada. Nach 40.000 km ist sie dennoch weitergewandert aber hat mit dem Kilometer zählen aufgehört.

Das beeindruckendste dabei für mich war das tiefste Vertrauen welches sie in Gott uns ins Leben gehabt hat. Sie hatte keinen weltlichen Besitz, trug nicht mal einen Rucksack, verwendete kein Geld und nahm auch keines an. Sie fragte auch nie nach Essen oder Unterkunft. Sie war im vollen Vertrauen, dass alles ihr gegeben wird was sie wirklich braucht. Wenn sie keine Unterkunft angeboten bekam schlief sie einfach in der Natur oder unter einer Brücke. Sie ist auch nicht auf die Leute zugegangen, sondern die Leute sind auf sie zugegangen. Ihre Weste mit der Aufschrift "Walking 25.000 miles on foot for peace"(zu deutsch: 40.000 km zu Fuß für den Frieden) war dabei behilflich, dass sie immer wieder von interessierten Menschen angesprochen wurde. Sie sagt, dass sie nur selten 3-4 Mahlzeiten überspringen musste. Ihre längste Zeit ohne Nahrung war 45 Tage, aber das war eine absichtliche Fastenzeit die sie vollzogen hatte. Auch ernährte sie sich auf ihren Wanderungen immer wieder von dem was in der Natur gewachsen ist, wie Himbeeren, Blaubeeren, Baumfrüchte und verschiedene Kräuter. Sie lebte vegetarisch und liebte es am meisten einfach nur Obst zu essen.

Mehrmals durchwanderte sie die USA und Kanada, wobei sie im Frühling Richtung Norden wanderte und im Herbst Richtung Süden. Dies tat sie nicht nur um ein angenehmes Klima für sich selbst zu haben(sie selbst ist durch das Jahrelange wandern sehr Kälte und Hitzeresistent geworden), sondern vor allem deswegen weil in der warmen Jahreszeit die Menschen eher draußen auf den Straßen anzutreffen sind und man mit ihnen ins Gespräch kommt. Peace Pilgrim wurde über die Jahre hinweg zunehmends bekannter und auf unzählige Vorträge eingeladen sowie immer wieder fürs Fernsehen und für Zeitungsartikel interviewt.

Ihre zentrale Friedensbotschaft blieb über die Jahre stets dieselbe:
"Das ist der Weg des Friedens: Überwinde Böses mit Gutem, überwinde Lügen mit der Wahrheit und überwinde Hass mit Liebe"


Im Buch erfährt man von tief bewegenden und beeindruckenden Erlebnisse aus ihrem Leben und bekommt kraftvolle spirituelle Weisheiten und Wahrheiten vermittelt. Sie erzählt von scheinbar ausweglosen Situationen in ihrem Leben und wie diese durch reine Liebe und inneren Frieden dann doch noch zum Guten gewendet wurden!
Jedem Menschen für den innerer und äußerer Friede wichtig ist sollte dieses Buch gelesen haben! Das Buch öffnet Herzen, inspiriert und erweitert den Horizont. Ganz nebenbei bekommt man richtig Lust sein Leben zu vereinfachen, sich mehr auf das Wesentliche zu konzentrieren. Sie selbst ist ja ein grandioses Beispiel dafür wie wenig es brauchen kann um erfüllt, glücklich und in Frieden zu leben.
Ich danke Peace Pilgrim für das Geschenk, dass sie durch ihre Wahrhaftigkeit, ihrer Liebe und ihren inneren Frieden, der Menschheit und den Nicht-menschlichen Wesen gegeben hat! Sie lebt weiter in vielen Herzen und ihre aktive Friedensarbeit trägt noch heute Früchte und wird dies mit Sicherheit noch lange tun!

Fazit: Unbedingt lesen! Doch vorsicht, die Sichtweise auf das Leben kann sich nach der Lektüre dramatisch (zum Positiven) verändern, sowie tiefgreifende Erfahrungen des Friedens sich einstellen. ;-)

“Unnötige Besitztümer sind unnötiger Ballast. Wenn du sie hast, dann musst du dich um sie kümmern. Es liegt eine große Freiheit in der Vereinfachung des Lebens. Es sind jene die genug haben, aber nicht zuviel, die am Glücklichsten sind.” ― Peace Pilgrim

Mittwoch, 2. Juli 2014

Die Ejakulation - eine lustvolle Todes-Falle? Was der Samenverlust des Mannes für Folgen hat! 


Verfasst von Aintjos Klatu, überarbeitet von Stefan Shin Vedis

Vorweg: Dieser Artikel ist ein wild zusammengewürfelter Text aus verschiedensten Quellen. Es werden die Quellen für unsere Aussagen manchmal nicht genannt. Man kann diese jedoch selber sehr leicht googlen. Der Artikel soll einfach eine Quelle der Inspiration und Gedankenanregung zu diesem so wichtigen und gleichzeitig so wenig hinterfragten Thema sein! Viel Freude und Erkenntnis!


Was die Veden dazu sagen:

Die Lebensenergie

Einer der Schüler Dhanvantaris (Begründer des Ayurveda) ging zu seinem Lehrer (nach Beendung seiner vollen Ausbildung in Ayurveda) und fragte ihn: “Oh Bhagavan, ich bitte dich, teile mir nun das Geheimnis der Gesundheit mit.” Dhanvantari antwortete: “Die Geschlechtsenergie ist wahrhaft Atman. Das Geheimnis der Gesundheit liegt in der Bewahrung dieser vitalen Kraft. Wer diese Energie vergeudet, kann keine physische, geistige, moralische und spirituelle Entfaltung erreichen.” Virya, Geschlechtsenergie, ist Gott in Bewegung. Virya ist dynamischer Wille. Virya ist Seelenkraft. Virya ist die Essenz des Lebens, des Gedankens, der Intelligenz und des Bewusstseins. Die Lebensenergie, Virya, die Dein Leben trägt, die das Prana der Pranas ist, die in Deinen strahlenden Augen leuchtet, die in Deinen leuchtenden Wangen strahlt, ist ein großer Schatz für Dich. Genauso wie Zucker überall im Zuckerrohr ist oder Butter in Milch, so ist Sexualenergie überall im Körper vorhanden. Sie existiert in einer subtilen Form im gesamten Körper. Sie wird in den Geschlechtsorganen angesammelt und (unter dem Einfluss sexueller Lust und Erregung) in eine grobstoffliche Form umgearbeitet.

Eine Substanz aus dem Sperma namens "Spermidin" kann das Altern von Zellen aufhalten. Diese Art von Jungbrunnen haben zwei Grazer Wissenschaftler entdeckt. Wenn der Mann ejakuliert verliert er damit vitalisierende Energie... Dies ist in Wirklichkeit schon seit Jahrtausenden bekannt, nur halt nicht der Allgemeinheit …

Laut Veden befinden sich in tierischer Nahrung Todesenergien - also das Gegenteil von Prana / Lebensenergie - auch in Eiern... . Diese kosmische Kraft manifestiert sich in unserem System als Prana (Lebensenergie, Lebenskraft. Und Prana ist der wertvolle Vorrat, der dem Suchenden zur Verfügung steht. Jede Sinnesaktivität oder Sinneserfahrung verbraucht eine große Menge Prana. Und die Aktivität, die das meiste Prana verbraucht, ist der Geschlechtsakt mit Samenverlust. Das höchste aller Ziele im menschlichen Leben, spiritueller Erfolg, erfordert ein Maximum an verfügbarem Prana auf allen Ebenen: geistig, intellektuell und emotional. Prana ist notwendig für spirituelle Reflexion und Unterscheidung. Das Denken muss scharf und der Intellekt durchdringend sein. Es bedarf einer speziellen Art von Intelligenz, um die inneren Implikationen, die in den Anweisungen eines Gurus enthalten sind, zu verstehen. Man mag ein sehr kluger Mensch sein, und man mag die wörtliche Bedeutung einer Aussage des Gurus sofort erfassen, wenn der Guru aber über ein schwer zu verstehendes Thema spricht, das nicht im Bereich der normalen menschlichen Erfahrung liegt, ist dafür eine spezielle Art von Verständnis erforderlich. Und dieses Verständnis entwickelt sich durch Brahmacharya. Wie gesagt, braucht man für alle diese Praktiken Prana, und Enthaltsamkeit garantiert, dass dem Suchenden große Pranareserven zur Verfügung stehen. Von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet ist das Zölibat sehr vernünftig und positiv. Das ist der rationale Aspekt von Enthaltsamkeit. Wenn die Lebensenergie bewahrt und in den spirituellen Prozess der Kontemplation, in philosophisches Studium, Reflexion und Meditation eingebracht wird, werden diese erfolgreich sein, weil die Kraft konzentriert worden ist und man die konzentrierte Kraft steuern und auf die spirituellen Praktiken lenken kann. Wenn sie bewahrt, konzentriert und in bestimmte Kanäle gelenkt wird, kann sie Wunder wirken. ...Enthaltsamkeit (Samen innehalten) verlängert das Leben. Mehr als 100 Jahre alt kann der Mensch werden, behauptet „Huangdis Klassiker der inneren Medizin“, ein Jahrhunderte altes medizinisches Handbuch.

Die traditionelle chinesische Medizin hat immer wieder auf die Bedeutung des Samens im menschlichen Leben hingewiesen. Laut ihrer Lehrmeinung stellt der Samen die Struktur menschlichen Lebens dar. Wie lange ein Mensch lebt, hängt von den drei wichtigsten Elementen des Körpers ab, als da sind: Samen, Lebenskraft und Seele. Für die alten chinesischen Ärzte waren dies die „drei Schätze“ des menschlischen Körpers. Der Samen, so meinten sie, produziert Lebenskraft, und ihr wiederum entspringt die Seele. Schon der Arzt Luo Minshan, der 110 Jahre alt wurde, erklärt: „Der Samen ist der Schatz des Menschen, man darf ihn nicht leichtfertig herausfließen lassen. Will man lange leben, muss man den Samen bewahren.“ Der alte Herr kannte sich da aus, denn als man ihn fragte, wie er so alt geworden sei, antwortete er: „Statt mit meiner Frau Liebe zu machen, liebe ich die Landschaft.“... Der Arzt Sun Simiao, der während der Tang-Dynastie (618-907) praktizierte, wurde noch konkreter. Ein 20-Jähriger solle sich nicht häufiger als alle vier Tage kopulativ betätigen, ein 30-Jähriger dürfe alle achte Tage einmal, ein 40-Jähriger alle 16 Tage, und für einen 50-Jährigen reiche es durchaus, wenn er seine Gattin alle 20 Tage einmal beschlafe.

Jan Van Helsing dazu:... Der Samen des Mannes ist pure Lebensenergie und sollte nicht sinnlos verschleudert werden. Im Tao-Yoga z.B. lernt der Mann, durch anfangs Muskelkontraktionen und später durch reine Gedankenkraft, einen Orgasmus zu erleben, ohne dabei zu ejakulieren. Die Energie, die dabei NICHT verschleudert wird, kann nun zu Heilzwecken oder sonstigem hergenommen werden, doch bleibt sie im Körper des Mannes. Nach indischen Lehren ist jeder Orgasmus nach dem Zenith des Lebens, dem 42. Lebensjahr (2x21), eine Lebenskraftverschleuderung (Kundalini), die dem Menschen in der Summe der Restlebenskraft fehlen wird.... Sexuelle Energie gesammelt und richtig gelenkt, kann Enormes vollbringen. Beispielsweise haben Mönche und Priester im alten Germanien, wie auch zuvor im Keltentum, zur Sommersonnenwende geschlechtliche

Vereinigung gesucht. Die über das Jahr in Enthaltsamkeit gesammelte Sexualenergie wurde so an einem Tag des Jahres unter Gebeten und Meditationen mit den Partnerinnen (meistens Priesterinnen anderer Klöster) verbunden, die sich beide dieses Tages und der Wichtigkeit dieser Tat voll bewusst waren. Die daraus hervorgegangenen Kinder wurden dann, je nach Geschlecht, in die Klöster der Priester oder der Priesterinnen aufgenommen. Und diese Kinder, die aus solchen Nächten hervorgingen, waren immer ganz besondere Kinder...Wir sollten einmal darüber nachdenken, warum die Sexualität eine so starke Macht über uns hat. Im Leben vieler Menschen vergeht kaum eine Minute, in der sie nicht von sexuellen Fantasien bedrängt werden.

Warum ist das so?

Es kommt einem so vor, als verhalte sich die Sexualität wie eine Droge. Schon eine kleine Prise genügt und man ist davon abhängig. Es zieht uns immer wieder zur Sexualität, weil wir im Orgasmus einen "göttlichen" Moment erfahren, der uns tiefste Zufriedenheit beschert. Die Ekstase im Orgasmus ist so berauschend, dass wir ihn immer und immer wieder erleben wollen. Wir werden regelrecht süchtig danach. In Tierversuchen hat man Affen Elektroden ins Gehirn gepflanzt, die mit dem Sexualzentrum verbunden waren. Durch einen Klick auf eine Taste konnten die Affen einen Orgasmus auslösen. Sie klickten ununterbrochen auf die Taste, um immer und immer wieder einen Orgasmus zu erleben. Sie verweigerten dabei jede Nahrung und jedes Getränk und wollten nur noch eins, einen Orgasmus nach dem nächsten. Am Ende waren sie vollkommen erschöpft und starben.

Daran kann man also erkennen, wie stark die Abhängigkeit von der Sexualität werden kann, welche Macht die Sexualität über uns gewinnen kann.

Wir sollten daran denken, dass die Natur uns die Sexualität zur Zeugung unseres Nachwuchses geschenkt hat und zu keinem anderen Zweck. Sie hat uns die Sexualität nicht geschenkt, damit wir sie permanent für unsere kurzfristige sinnliche Befriedigung nutzen. Da wir aber genau dieses machen, findet in unserem Leben keine Ekstase mehr statt. Diese Ekstase finden wir nur noch in der Sexualität, wenn auch nur für kurze Momente. Gleichzeitig verlieren wir aber unsere sexuelle Energie, die uns dauerhafte Seligkeit bescheren könnte, würden wir sie nicht permanent so unüberlegt vergeuden.

Suchen wir aber nicht mehr das kurzfristige sexuelle Vergnügen und bewahren unsere sexuelle Energie, indem wir enthaltsam leben, so können wir diese Ekstase wieder in unser Leben integrieren. Wir sollten einmal daran denken, dass ein Erleuchteter die Seligkeit, die wir für einige Sekunden im Orgasmus finden, in jeder Sekunde seines Lebens erfährt. Sollte uns dieses nicht anspornen, es ihnen gleich zu tun? Nun wie soll das gehen? “In jeder Sekunde seines Lebens”… Richtige Ernährung spielt bei der Enthaltsamkeit eine wesentliche Rolle. Im Gehirn gibt es verschiedene Bereiche, und jede Nahrung hat ihre eigene Wirkung auf den jeweiligen Bereich und auf den Gesamtorganismus. Manche Nahrung hat eine aphrodisierende Wirkung. Sie stimuliert direkt die Geschlechtsorgane. Knoblauch, Zwiebel, Fleisch, Fisch und Eier stimulieren die Leidenschaft. Schenke der Nahrung darum die angemessene Aufmerksamkeit. Sei mäßig in der Ernährung. Iss reine Nahrung wie Obst, Gemüse, Salate, als auch Samen u. Nüsse. Gelegentliches Fasten kontrolliert die Leidenschaft, beruhigt die Emotionen, beherrscht die Sinne und unterstützt die Enthaltsamkeit, zumindest das zurückhalten des “Samens”.

Energieverlust durch den Orgasmus mit Samenverlust(Ejakulation)

Dr. Raymond Bernard schreibt in seinem Buch „The physiological value of continence“ (Der physiologische Wert der Enthaltsamkeit): „Studien über die Physiologie der Sexualität zeigten, dass ein Hengst, wenn er zum ersten Mal mit einer Stute kohabitiert, nach einem kurzem und kräftigem Geschlechtsverkehr in eine kurze Ohnmacht fällt, die als Gehirnanämie (Sauerstoffarmut im Gehirn) erkannt wurde. Es gab sogar den Fall einer Stute, die nach einer Kohabitation tot umfiel. Junge Bullen fallen nach dem ersten sexuellen Kontakt mit einer Kuh häufig in Ohnmacht und es ist sehr häufig zu beobachten, dass ein junger Bulle so ausgelaugt ist, dass er sich in eine ruhige Ecke schleicht, um sich für einige Stunden zu erholen. Hunde dagegen fallen nicht in Ohnmacht, weil die sexuelle Vereinigung zwischen Hunden ausdauernder ist, wodurch der Schock vermieden wird.

Beim Eber steigt der Orgasmus auf eine solche Höhe, dass das Tier an Schmerzen zu leiden scheint. Danach ist es für mehrere Stunden erschöpft. Wenn wir verstanden haben, wie tief die organische Erschütterung ist, die mit dem Vorgang der Detumeszenz, dem Abschwellen der Gefäße und Muskeln, verbunden ist, und wie groß die begleitende motorische Erregung ist, können wir verstehen, dass der Koitus (Geschlechtsverkehr) sehr ernste Auswirkungen haben kann. Auch bei Tieren ist dies mitunter der Fall. Junge Stiere und Hengste sind nach ihrem ersten sexuellen Kontakt in Ohnmacht gefallen. Eber sind nach einem Koitus in ähnlicher Weise davon betroffen. Und von Stuten ist bekannt, dass sie sogar unmittelbar nach einem Koitus sterben können.

Die Menschen, vor allem die Männer, sterben zwar nicht direkt aber auf lange Sicht in kleinen Portionen die nicht so auffallen. Angesichts der sonstigen Umweltvergiftungen und Schlechtkost fällt diese Art des Energieverlustes in dem ganzen Durcheinander nicht so auf, daher findet dies keine Beachtung, aber sie leiden unter unzähligen Störungen. Unfälle unmittelbar nach dem Koitus sind bekannt. Sie resultieren hauptsächlich aus der Gefäß- und Muskelspannung, die mit dem Abschwellen der Gefäße und Muskeln einhergeht und was auch mit Schlechtkost-Kochkost-Medikamente etc. zusammenhängt.

Frauen sind durch die größere Langsamkeit der weiblichen Detumeszenz, der Abschwellung der Gefäße und Muskeln, besser geschützt.

Bei einigen Personen ist das Ende des Orgasmus von mehr oder weniger starken epileptischen Zuckungen begleitet. Danach stellt sich eine große Erschöpfung ein. Dies ist ebenfalls beim männlichen Kaninchen (Rammler) zu sehen, das nach jeder Kopulation in einer Art epileptischen Anfall auf die Seite fällt, wobei das weiße des Auges sich nach oben dreht. Das Tier zuckt dann krampfartig mit den Hinterbeinen und hechelt einige Zeit, bis das Nervensystem sich wieder erholt hat.

In der Insektenkunde (Entomologie) finden sich reichlich Hinweise, dass der Tod des männlichen Insekts unmittelbar nach der Kopulation eintritt.

Es ist bekannt, dass einige Spinnen nach der Befruchtung sterben. Der Tod des männlichen Tieres ist ebenfalls bei anderen Arten zu finden. Die Verbindung der Fortpflanzung mit dem Tod, ist ebenfalls bei einigen fliegenden Insekten, wie der gemeinen Eintagsfliege, bekannt. Nachdem der Liebestanz, die Befruchtung, die Eiablage und der Tod der Eltern sich innerhalb weniger Stunden vollzieht, kann sich neues Leben entwickeln. Bei höheren Tieren ist die Sterblichkeitsrate der Fortpflanzung stark verringert, doch tragische Todesfälle bestehen auch im menschlichen Leben, als Gegenspieler der (körperlichen) Liebe.

Die Wirkung einer vorübergehenden Erschöpfung, sowie eine verstärkte Anfälligkeit für alle Formen von Krankheiten und eine individuelle Verminderung der Lebensenergie, die sich sogar bei einer mäßigen sexuellen Ausschweifung einstellt, ist hinlänglich bekannt. Woher kommt (bei vielen Menschen) die totale Erschöpfung, die sich nach dem Orgasmus einstellt? Es wurde bereits gesagt, dass das Abschwellen der Muskeln und Blutgefäße eine Ursache hierfür ist. Man sollte aber auch wissen, dass der Körper bei jedem Orgasmus davon ausgeht, dass neues Leben gezeugt wird. Und dafür opfert er seine besten Energien. Deshalb gehen bei jedem Orgasmus nicht nur Natrium, Kalium, Zink, Magnesium, Kalzium, Citrationen und Phosphationen verloren, die der Körper unbedingt braucht, um sich wohl zu fühlen. Die Samenflüssigkeit enthält außerdem Salz, Protein, Dopamin, Noradrenalin, Tyrosin, Oxytocin und Vasopressin sowie verschiedene Östrogene, Pheromone, Antidepressiva und ß-Endorphin.

Die Energie, die der Körper für das Produzieren neuer Samenzellen aufbringen muss, geht für das Wohlbefinden, die Vitalität und die Lebensfreude verloren. Dadurch fühlt der Mann sich in den Tagen nach einem Orgasmus müde, schlapp und ausgelaugt. Der Körper braucht im Durchschnitt 72 Tage, um neue befruchtungsfähige Spermien zu produzieren. Hat jemand regelmäßigen sexuellen Kontakt oder befriedigt er sich regelmäßig selber, so gehen dem Körper ebenso regelmäßig diese wertvollen Mineralien, Vitamine, Spurenelemente, Proteine, Hormone, usw. verloren.

Dies bleibt natürlich nicht ohne Folgen, sondern führt, infolge des Mangels an Mineralien, Vitaminen, Spurenelementen usw. , meist sehr schnell zu chronischen Stoffwechselstörungen, die in der Regel mit Depressionen, Ängsten, Wut, Hass, Eifersucht, Misstrauen, usw. einhergehen. Im Laufe der Zeit geht dabei die Lebenslust und die Lebensfreude verloren, das Leben wird zur Qual. Fortan wird das Leben vom Leid bestimmt. Dass jeder Orgasmus dem Menschen wertvolle Energien raubt, ist vielen Menschen auch deshalb nicht bewusst, weil sie über die verloren gegangenen Energien gar nicht weiter nachdenken. Sie sehen ihr Leben, betrachten ihr Leben als vollkommen normal und erkennen gar nicht, dass ihr Leben auch ganz anders aussehen könnte.

Um sich wirklich intensiv und kritisch mit ihrem Leben auseinander zu setzen, dafür fehlt ihnen oft die Energie, die Intelligenz oder das Wissen.

Dass die fehlende Energie, Intelligenz oder das fehlende Wissen (u.a.) auch etwas mit ihrer ausschweifenden Sexualität zu tun haben könnte, darüber machen sie sich keine Gedanken. Ebenso trifft dies auch auf ihre Ängste, ihre psychosomatischen Beschwerden, auf ihre Wut, ihre Unzufriedenheit, ihre Unfähigkeit, sich zu entspannen, auf ihre Unfähigkeit, während der Meditation einen tieferen meditativen Zustand zu erreichen und auf ihr depressives Verhalten zu, welches ihr Leben beeinträchtigt. Sie machen sich keine Gedanken darüber, dass dies alles etwas mit ihrer Sexualität zu tun haben könnte. Damit möchte ich nicht sagen, dass die Sexualität der einzige Grund für ihr Leiden ist, sie ist aber sicherlich einer der Hauptgründe neben der falschen Ernährung, die selbst auch sexuell überstimulierend wirkt. Würden sie ihre sexuellen Energien nicht pausenlos so achtlos vergeuden, so könnte ihr Leben in einem Licht erstrahlen, wie sie es selber nicht für möglich halten. Man hat eher das Gefühl, dass das Leben der meisten Menschen Lichtjahre von dieser Seligkeit entfernt ist. Und das hat natürlich etwas mit ihrem ausschweifenden Sexualleben zu tun. Ich stelle immer wieder fest, dass vielen Frauen nicht bewusst ist, wie viel Energien bei jedem Orgasmus verloren gehen. Ebenso wie vielen Männern ist auch vielen Frauen nicht bewusst, auf welchen Ebenen sich dieser Energieverlust überall bemerkbar macht, wie oben bereits schon angedeutet.

Hinzu kommt allerdings auch, dass Frauen nicht so leicht für sexuelle Reize empfänglich sind und auch nicht so leicht zum Orgasmus kommen. Deshalb haben Frauen im Allgemeinen auch nicht so häufig einen Orgasmus wie Männer.

Laut Angabe der amerikanischen Sexualtherapeutin Lou Paget, haben etwa 29 Prozent aller Frauen nur selten oder niemals einen Orgasmus beim Geschlechtsverkehr. 84 Prozent der Frauen erhalten durch orale Befriedigung einen Orgasmus. Nur 40 Prozent aller Frauen sind mit ihrem Sexualleben zufrieden. 63 Prozent aller Frauen gehen davon aus, dass Männer die weiblichen Wünsche nicht kennen. Hinzu kommt, dass etwa 30 Prozent aller Männer einen vorzeitigen Orgasmus haben. Für viele von ihnen ist damit das Liebesspiel beendet. Etwa 34 Prozent der Frauen täuschen häufig auch nur einen Orgasmus vor (Stand 2010). Weil Frauen beim Sex also wesentlich seltener einen Orgasmus haben als Männer, mitunter auch gar keinen Orgasmus, können sich manche Frauen offensichtlich gar nicht vorstellen, wie energiezehrend ein Orgasmus beim Mann sein kann.

Vielleicht will man so etwas auch einfach nicht wahrhaben, weil es den eigenen Wünschen und Erwartungen widerspricht.

Das sexuelle Verhalten urzeitlicher Völker

Dr. Raymond Bernard verweist in seinem Buch „The physiological value of continence“ auf die Studien einiger Wissenschaftler, die das sexuelle Verhalten urzeitlicher Völker untersuchten. Aus diesen Studien geht hervor, dass die Urvölker, die meist in Stämmen lebten und ein natürlicheres Leben führten, als die sogenannten zivilisierten Menschen, nicht so auf die Sexualität fixiert waren, wie die zivilisierten Menschen. Sie waren in der Regel nur miteinander intim, um Kinder zu zeugen und praktizierten in einem weit größerem Umfang ein keusches Leben, als die zivilisierten Menschen. Dies ist nicht nur auf andere ethische, moralische und kulturelle Vorstellungen zurückzuführen, sondern auch auf eine andere Ernährungsweise. Die urzeitlichen Menschen ernährten sich weit weniger von proteinreicher (eiweißreicher) Nahrung, wie Fleisch, Fisch, Eier und Geflügel, denen im Allgemeinen nachgesagt wird, dass sie die Libido und damit das erotische Begehren fördern, sondern sie ernährten sich in weit höherem Maße von Getreide, Nüssen, Samen, Obst und Gemüse. Unsere artnächsten Verwandten, die Menschenaffen, ernähren sich durchschnittlich zu 52% von Früchten und Beeren, zu 35% von Blättern, Wildpflanzen und Sprossen, zu 7% von Wurzeln, Samen, Rinden und Gallen (Gallen = Pilze, Bakterien und Kleintiere, die auf Blättern wachsen), zu 5% von Blüten und zu 1% von Kleingetier und Insekten.

Kaffee, Schwarzer Tee, Tabak und Alkohol, denen man ebenfalls eine aphrodisierende Wirkung nachsagt, war ihnen entweder unbekannt oder wurde nur selten von ihnen genossen. Da Verhütungsmittel unbekannt waren, war die Keuschheit die verbreitetste Verhütungsmethode. Erotische Bilder und Texte, wie sie uns in der zivilisierten Welt in Form von Film, Literatur, Werbung, Fernsehen und Internet täglich berieseln, waren den urzeitlichen Menschen ebenfalls unbekannt. Schauen wir uns einmal an, wie die Sexualität bei einigen urzeitlichen Völkern aussah.

Auf den Andamanen, einer Inselgruppe östlich von Indien, war der sexuelle Wunsch unter den Männern nur sehr gering vorhanden. Normalerweise erwuchs die Sexualität der Männer auf den Andamanen erst mit 18 Jahren und sie wurde erst nach der Heirat befriedigt, wenn der Mann etwa 26 Jahre alt war. Daran kann man erkennen, wie prägend das Vorbild und der kulturelle Einfluss der Gesellschaft auf das sexuelle Verhalten der Menschen ist, in der man aufwächst. Auch die Ureinwohner Feuerlands an der Südspitze Südamerikas waren in ihrer Sexualität äußerst zurückhaltend.

Deshalb geht man davon aus, dass der sexuelle Instinkt der Urzeitvölker weniger stark ausgeprägt war als bei den zivilisierten Menschen und dass die Urvölker Sexualität nur praktizierten, um Nachwuchs zu zeugen.

Indische Jungen, die sich vegetarisch ernährten, masturbierten nicht und sie lebten bis zur Heirat in Keuschheit. Keuschheit vor der Ehe war einst in vielen Teilen Afrikas die Regel. Unter den Ba Henda war Geschlechtsverkehr vor der Ehe nicht erlaubt. Bei den Syntengs lebt der Ehemann mit seiner Frau nicht im selben Haus. Er besucht sie nur gelegentlich im Hause seiner Mutter, wo die Braut ebenfalls wohnte. Unter den Seri werden junge Männer angeleitet, ein Jahr vor der Ehe eine Probezeit zu absolvieren, in der sie enthaltsam leben, um ihre Fähigkeit der sexuellen Selbstkontrolle zu testen.

In Uganda wurde nach der Geburt eines Kindes eine Enthaltsamkeit von zwei Jahren praktiziert. Laut Havelock Ellis sind die Afrikaner weit weniger wollüstig als die weißen Männer. Unter den Fidschis im Südpazifik lebten Ehemann und Ehefrau nach der Geburt eines Kindes drei bis vier Jahre getrennt, so dass kein weiteres Baby geboren werden konnte und die Mutter die notwendige Zeit zum Stillen und zur Erziehung des Kindes hatte.

Der sexuelle Impuls der Belendas auf den malayischen Inseln war nur schwach entwickelt. Sie waren nicht sexuell. Es gab wenig oder keine Liebesspiele in den sexuellen Beziehungen. Unter den Malayen herrscht in Zeiten des Krieges strikte Keuschheit. Unter den Kambodschanern herrschte strenge Keuschheit und wenn man den Himalaya nach Norden überschritt, so fand man dort wild lebende Völker, denen sexuelles Begehren unbekannt war.

Bei Edvard Westermarck (1862-1939), einem finnischen Ethnosoziologen und Philosophen, heißt es, um so weiter die Zivilisation voranschreitet, desto größer ist die Zahl der unehelichen Geburten und die Verbreitung der Prostitution. Diese Probleme treten eher in Städten, als auf dem Lande auf. Er behauptet, dass Promiskuität, der Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnern, kein ursprünglicher und natürlicher Zustand des Menschen ist, sondern ein Produkt der Zivilisation, oder besser gesagt, der Pseudo-Zivilisation. Die „primitiven“ Rassen der Menschheit lebten vergleichsweise keusch. Die antiken Spartaner in Griechenland verkörperten eine Rasse, mit einem hohen moralischen Anspruch, die die Keuschheit beachtete. Die Geschlechter lebten selbst nach der Hochzeit getrennt.

Die Männer schliefen zusammen in einem Schlafsaal und die Frauen in einem anderen. Zur Erreichung der Keuschheit, die er als wesentlich für die Erhaltung der Vitalität der spartanischen Rasse hielt, verbot Lykurk, der Gesetzgeber der Spartaner, den Konsum von Fleisch und anderen stimulierenden Nahrungsmitteln und setzte eine vegetarische Kost durch. Alkohol war ebenso verboten. Er verbot das Essen zu Hause und ernährte die Spartaner an einer öffentlichen Tafel. Durch die Kontrolle ihrer Nahrung, konnte er ihre Moral kontrollieren. In Sparta, einem Matriarchat, in dem Frauen große Macht hatten, wurden die Jungen zur Keuschheit erzogen. Der athenische Politiker, Feldherr und Schriftsteller Xenophon (426-355 v.Chr.) sagte, dass die Jungen schamhafter seien als die Mädchen.

Der Mut und die körperliche Perfektion der spartanischen Rasse machte sie durch alle Zeitalter berühmt.

Durch Sex verliert man an geistiger und spiritueller Kraft, sagen die Yogis.

Und was hört und liest man heute im typischen Mainstream - macht mehr Sex, macht mehr Sex. Wenn man logisch überlegt ist Sex zum Zeugen von Kindern da und kein Volks-Sport.

Laut vieler alter Kulturen raubt Sex Lebenskraft und man wird alt und gebrechlich je mehr Sex man hat, zusätzlich wird die ganze Sache durch falsche Nahrung, mediz. Fehlbehandlungen und allerlei Umweltgifte verschlimmert.

Wenn Sex für meine Gesundheit gefährlich ist, möchte ich es gar nicht wissen, ist die Reaktion mancher Menschen. Ich werde immer wieder darauf hingewiesen, dass Informationen möglichst niemanden verletzen sollen. Ist eine Person aber mit den Tatsachen vertraut, ermöglicht es ihm, intelligente Entscheidungen zu treffen.

Lasst uns mit der Tatsache beginnen, dass Sex KEINE notwendige Funktion unseres Körpers ist. Ist dies eine zutreffende Aussage? Physiologisch kann man die Sexualität nicht in die gleiche Kategorie einordnen wie andere natürliche, normale Körperfunktionen, wie Essen, Atmen, Schlafen, den Darm entleeren oder Urinieren. Selbstverständlich können wir nicht ohne diese körperlichen Funktionen leben, die ständig und regelmäßig ausgeführt werden. Aber Millionen von gesunden Individuen haben gezeigt, dass ein Mensch ein langes und gesundes Leben haben kann, ohne jemals sexuell aktiv zu sein. Tatsächlich gibt es keine Krankheit, die der Enthaltsamkeit zuzuschreiben ist. Aber es gibt viele Krankheiten, die durch zu viel Sex entstehen, bzw. diese begünstigt.

Sex ist keine notwendige Funktion, die regelmäßig durchgeführt werden muss. Die Organe und Drüsen, die die Fortpflanzung steuern, sind nicht wie unsere Muskeln, die regelmäßig betätigt werden müssen, um richtig zu arbeiten. In der Tat ist das Gegenteil zutreffend: die Fortpflanzungsdrüsen sind stärker und leistungsfähiger, wenn sie eine Zeit der Ruhe haben. . Die Ansicht, dass (regelmäßiger) Sex natürlich ist, muss also zurückgewiesen werden.

Die Natur erschuf die Sexualität offensichtlich zur Zeugung und nicht zur Entspannung. Wenn es die Entspannung und Erholung waren, die der Schöpfer bei der Sexualität im Sinn hatte, als er unsere Fortpflanzungsorgane schuf, gäbe es keine Notwendigkeit für all die Sorgfalt, Zeit und enormen Geldsummen, um nach einem zuverlässigen Empfängnisverhütungsmittel, ohne schädliche und unerwünschte Nebenwirkungen, zu forschen.

Der Mensch ist das einzige Lebewesen, dem die Natur erlaubt, den Geschlechtsakt durchzuführen, wann immer es ihm beliebt.

Tiere hingegen haben Perioden, in denen das Weibchen eine Begattung gestattet. Dies sind kurze Perioden, in denen die Weibchen fruchtbar sind. Die Hündin erlaubt es keinem männlichen Hund, sich ihr sexuell zu nähern, es sei denn sie ist „fruchtbar“, was normalerweise alle sechs Monate auftritt.

Dasselbe Muster ist im ganzen Tierreich vorzufinden.

Vögel paaren sich im Allgemeinen einmal jährlich oder im Frühling. Schafe und Ziegen paaren sich ein- oder zweimal im Jahr während der Paarungszeit. Wildschweine paaren sich einmal jährlich und frei lebende Elefanten paaren sich nur alle zwei Jahre. Die Fortpflanzung unterliegt grundsätzlichen Stoffwechselprozessen, die sowohl in der Tier- als auch in der Pflanzenwelt vorzufinden sind. Sie begleiten uns bis zum Tode.

Die männlichen pazifischen Lachse, Forellen, Maifische und eine Vielzahl anderer laichplatzbezogener Fische sterben, bald nachdem sie gelaicht haben. Die männliche Drohne (Biene) stirbt fast sofort nach der Kopulation (Begattung).

Fazit:
Der Samen des Mannes sollte im Idealfall nur mit der Motivation zur Zeugung von Kindern abgegeben werden, weil es sonst einer enormen (Lebens)Energieverschwendung gleichkommt!

Die Ejakulation ist Energie-RAUBEND und macht den Mann schwächlich, anfällig für Krankheiten und trübt die Stimmung!

Wirkliche Liebe zwischen Mann und Frau(ohne Ejakulation) ist jedoch Energie AUFBAUEND!